
Matt Bollinger (*1980 in Kansas City, US) lebt und arbeitet im US-Bundesstaat New York. Er studierte Malerei und kreatives Schreiben am Kansas City Art Institute und absolvierte anschließend seinen MFA an der Rhode Island School of Design.
Seine Arbeiten wurden in Einzelausstellungen unter anderem bei François Ghebaly in Los Angeles und New York sowie bei mother’s tankstation in London und Dublin gezeigt. Darüber hinaus war er mit Ausstellungen im Akron Art Museum, dem South Bend Museum of Art sowie dem Musée d’Art Moderne et Contemporain in Saint-Étienne vertreten. 2016 und 2021 erhielt er ein Fellowship der New York Foundation for the Arts im Bereich Malerei..
Matt Bollinger verdichtet in seinen Animationen Malerei zu atmosphärischen Erzählungen über Alltag, Arbeit und Erinnerung. Seine Figuren bewegen sich durch eine zähe, widerständige Welt, in der jede Bewegung sichtbar erkämpft werden muss. Ausgangspunkt seiner Animationen sind hunderte einzelner Malereien, deren Farbschichten im Entstehungsprozess immer wieder überschrieben, ergänzt und verändert werden. Frühere Bildzustände bleiben sichtbar und verleihen den Filmen eine geologische Zeitlichkeit – seine Malerei wird in Bewegung versetzt. Viele seiner Arbeiten greifen autobiografische Erinnerungen an das Aufwachsen im ländlichen Mittleren Westen der USA auf und verbinden diese mit universellen Erfahrungen von Arbeit, Müdigkeit und Fürsorge.
Für die Garagen Biennale wird der Garagenraum selbst Teil der Erzählung. Die Dinge, die sich bereits darin befinden, treten in einen stillen Dialog mit Matt Bollingers animierten Bildern und lassen Fiktion und Wirklichkeit ineinander übergehen.
Fotocredit Portait: Matt Bollinger





















